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Mit Koks zur schöneren Pflanzung?
#1
Hi beisammen!

Ich störberte soeben bei EBay bzgl. pH-Metern und so'n Krams, als mir folgendes ins Auge fiel:

CO2 per Kohleplatte

wo (sinngemäß) gesagt wird, einfache Elektrolyse und der entstehende Sauerstoff reagiert mit der Kohleplatte zu CO2.

Wozu brauche ich denn dann die Elektrolyse? Gelöster Sauerstoff sollte im Becken eigentlich genug vorhanden sein und ein bischen Kohle habe ich noch im Grill.

Jetzt muss ich allerdings zugeben, dass das Massenwirkungsgesetz eines meiner Horrorthemen während der Ausbildung war. Kann das funktionieren? Und falls ja warum?

Gruß
Thomas
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#2
Hallo,

hmmm.....du suchst ein kräftiges Contra^^? Wie wär's damit:

Stromverbrauch: 2-22 Watt
http://www.hagenservice.de/files/download/2268

versus Magnetventil herkömlicher CO2 Anlagen: ca. 3 Watt.


Gruß
Peter
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#3
Hallo Thomas,

ich hab mir so ein Ding mal aufschwatzen lassen, lass bloß die Finger davon, das taugt in der Wurzel nichts! Beim Betrieb lösen sich große Stücke der Carbonplatte, bis irgendwann gar nichts mehr da ist, wo es sein sollte. Die Stücke schwimmen im Becken herum und haben da überhaupt keinen Nutzen mehr - und es sieht auch noch schlimm aus, wenn der ganze Müll durch das Becken treibt.
Ich habe mich sowas von geärgert, dass ich auf so einen Blödsinn reingefallen bin und habe dann doch in eine normale CO[SUB]2[/SUB]-Anlage der herkömmlichen Art investiert. Doppelte Kosten und viel Ärger...
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#4
Hi Ingo,

das Ding würd' ich nicht mal mit 'ner Kneifzange anfassen. lach Ich bin mit meiner 1,5kg-Flasche höchst zufrieden.

Mir stellte sich die Frage, ob man mit einem solchen System überhaupt CO2 in messbaren Mengen produzieren kann?

Gruß
Thomas
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#5
Hallo zusammen

Ich hatte so ein Sandwich-Teil auch mal im Becken. Nannte sich Carbo Plus – CO2 aus der Steckdose. Mir ging es wie Ingo, ich war überhaupt nicht zufrieden, habe das Teil recht schnell (aufgrund der technischen Unzulänglichkeit des Sandwich und der Stromführung zur Kohle) ausgemustert.

Allerdings hatte ich schon das „Gefühl“, dass sich etwas „tut“. Ich bleibe absichtlich so schwamming, denn ob die Bläschen, die vom Sandwich aufstiegen, tatsächlich CO2 waren – oder alles mögliche andere auch – konnte ich nicht nachprüfen. (Denn die gängigen CO2-Tests zeigen bei dem Verfahren nichts an.)

Bläschenbildung trat aber nur bei eingeschaltetem Netzteil auf. Ohne Spannung auf dem Sandwich tat sich gar nichts. Will sagen: Die Materialien wie Edelstahl und Kohle nur alleine im Becken zu haben, reicht nicht.

Eines ist das Teil auf jeden Fall: ein Enthärter! Auf dem Edelstahlelement des Sandwich bildet sich recht schnell eine dicke Kalkkruste, dem Wasser wird also zumindest massiv Härte entzogen. Das war beim KH-Wert klar meßbar.

Aber wie schon gesagt: mein Teil war so schlecht konstruiert, dass ich es bald durch eine simple, aber effektive Biogas-Anlage erstetzt habe.

Grüße
Stefan
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#6
Hi,

ich habe jetzt mal unseren Chemie-Doc dazu in der Mittagspause interviewt.
Er meint, dass es durchaus zur CO2-Bildung kommen kann, da im Moment der Elektrolyse der Sauerstoff radikalisch, also als O und nicht O2 vorliegt.
Das sollte reaktiv genug sein, um sich mit dem Kohlenstoff zu verbinden.
Um die Mengen auszurechnen hat dann die Mittagspause nicht gereicht zwink

Gruß
Thomas

P.S. Das was man da hochperlen sieht ist sicher kein CO2, sondern das Ergebnis der Elektrolyse - H2 und O2
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Prestutnik12 schrieb:Hallo zusammen
(Denn die gängigen CO2-Tests zeigen bei dem Verfahren nichts an.)

Ups, dass ist interessant. Die CO2-Tests checken ja prinzipiell nur den pH-Wert, messen also indirekt.
Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass, wenn diese Tests nichts anzeigen, die CO2-Produktion nur sehr gering sein kann.
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#7
Salute Thomas

Ich weiss nicht, welche Parameter in die Berechnung der Co2-Menge eingehen müssen, bzw wieweit Faktoren wie die Kohle-Kunststoffmischung der sogenannten „Kohle“ im Sandwich bekannt sind.

Allerdings gibt für das Carbo plus der Hersteller an: „Eine Kohle produziert ca. 420 g CO2.“

Viel Spass beim Forschen,
Stefan
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#8
Hi Stefan,

was ja dann bedeuten würde, dass man mit einer 1,5kg-Füllung einer Standard-Flasche etwa drei mal so weit kommt. Bei 10€ pro Kohleplatte hieße das knapp Faktor 4 teurer.
Wenn man jetzt ca. 1 Jahr für die Flasche rechnet und den hohen Stromverbrauch dazu...

Da habe ich die Anschaffung des Flaschenequipments in zwei Jahren raus schiel

Gruß
Thomas
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#9
Ja, ja, Thomas, damals waren wir jung und dumm. Double income, no kids! Der Spritpreis war uns egal und die Brutto-Kosten für das Gramm CO2 erschienen uns nichtig ...

Das Teil war überhaupt ein rechter Flop! Alleine die miesen Bauteile, die im Steurgerät verbaut waren: Der Trafo im Gerät macht einen Brumm – trotz geschlossener Tür des Unterschrankes und aller Versuche des Dämpfens mit Moosgummi - , den man vier bis fünf Meter weiter noch hören musste. Alleine deshalb hätte ich es stillgelegt.

Was mich dann echt geärgert hat war die Qualität der Sandwiches. Die erste Generation taugte gar nichts, dann habe ich die zweite Generation gekauft, die aber auch nichts konnte. Das Teil fiel wegen Kontaktproblemen zur Kohleplatte hin mehr aus als es lief. Als ich mich dann beschwert habe, erklärte man mir: Das Sandwich ist ein Verbrauchsartikel, für den keine Garantie gilt. Aber man hätte jetzt die dritte Generation entwickelt, die alle Probleme lösen würde. Ob ich diese denn gleich bestellen wolle? Nee, ich hatte die Nase voll, den Beta-Tester zu spielen...

Also: Damit Deine Rechnung stimmt, muss ich in meinem Fall noch zweimal fünfzehn oder zwanzig Euronen für die Sandwiches dazuaddieren. Wenn ich peinlich zusammenrechne, was dann das bisschen CO2 gekostet hat, hätte ich mein Aquariengemüse auch in edelstem franzöischen Perrier-Wasser baden können. Schau mal

Shit happens,
Stefan
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#10
lach is das 'ne Original-Werbung?

Davon ab war das genau die Frage vom Chef: "warum kippst Du nicht einfach mogens früh eine Flasche Mineralwasser rein?"

Gruß
Thomas
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