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Messen notwendiger Wasserwerte
#21
Hi,

Wassertests habe ich zuletzt beim "mit Besatz einfahren" von zwei Aquarien gemacht. Tja das war im Februar 2008. Da wurden die bestellten C. pulchra schneller geliefert als gedacht, und die Aquarien waren halt noch nicht soweit.
Jeden Tag zweimal Nitrit messen (alles andere ist eh Quatsch bei den Fischen die ich pflege, das was die Leitung liefert ist ok) und entsprechend Wasserwechsel.
Seither keine Messungen mehr, ich sehe keine Veranlassung dazu, ich sehe am Aquarium wenn was falsch läuft, und die Channa können auch ne ganze Menge einstecken. Also What for ?

LG Brucki
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#22
Hallo,

diese Aquarienfibel wird oft empfohlen.
http://www.andy-blackjack.de/fibel/alt3w...hemie.html


Gucken wir mal, was sie zur Kontrolle von Wasserwerten mal geschrieben haben:

Zitat:Der GH-Wert ist sicherlich einer der wichtigsten Werte, da die Gesamthärte die organischen Funktionen aller Lebewesen im Wasser beeinflusst
.....
Der GH-Wert im Aquarium sollte daher einmal wöchentlich kontrolliert werden.

Zitat:Der KH-Wert sollte je nach Aquarium alle drei Tage überprüft werden. Sollte der Wert über längere Zeit stabil bleiben, genügt wöchentliches Kontrollieren.

Zitat:Der Nitrit-Wert sollte alle zwei Tage gemessen werden, da bereits ein totes Tier die Nitrifizierung eines kleinen Aquariums überfordert und es dann es zu einem Nitrit-Peak kommen kann, welcher für viele Tiere tödlich enden kann.

gruß jo
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#23
eumel6 schrieb:... diejenigen, die nicht willens sind, täglich einen Wasserparameter zu kontrollieren, nicht geeignet sind, ein Aquarium zu betreiben...

Ich bin ungeeignet! schiel Wer noch? :?:

Ich gucke noch nicht mal tgl. nach der Temperatur. Die anderen Werte (GH, KH, ph, Nitrit) messe ich nur ganz ganz selten, aber auch nur weil ich neugierig bin, ob das immer noch die selben sind.

Früher, bei meinen ersten Becken, habe ich nie irgendwas, außer der Temp., gemessen. Ich war der Meinung dieses "Hochwissenschaftliche" ist nur was für die Profis. Und eigentlich hatte ich auch Recht. Für mein Guppybecken war das Leipziger Wasser optimal. Hat alles funktioniert... Ich musste nichts aufhärten nichts verschneiden, hatte zufällig die richtigen Fische für das vorhandene Wasser.

Tja ...

LG
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#24
eumel6 schrieb:Hallo,

diese Aquarienfibel wird oft empfohlen.
http://www.andy-blackjack.de/fibel/alt3w...hemie.html

gruß jo


Hi,

ich habe mir das mal durchgeschaut. Generell kann man sicher als Aquarianer mit den Angaben dort leben, aber aus chemischer Sicht ist doch etliches... sagen wir mal stark vereinfacht.

Aber zurück zu den Messintervallen bei eingefahrenen Aquarien.

GH:
Das wöchentliche Messen der GH halte ich für Unsinn! Klar ist der Parameter nicht zu vernachlässigen, aber wieso sollte sich dort binnen einer Woche etwas ändern? Wenn ich dem Wasser aus dem Wasserhahn vertraue (das sich bei uns in 20 Jahren praktisch nicht geändert hat), müssten Prozesse im Aquarium für die Senkung / Aufhärtung des Wassers verantwortlich sein.
Es gibt Berichte, die dem Bodengrund eine gewisse Ionenaustausch-Kapazität zuschreiben. Diese ist aber, wenn überhaupt, nur minimal und kann normalerweise vernachlässigt werden.
Dann käme noch die Aufhärtung durch kalkhaltiges Gestein infrage, was ich allerdings beim eingefahrenen Aquarium auch abschätzen können sollte.
Ansonsten ist da nichts, was an der GH schrauben könnte. Ich für meinen Teil halte alle 8 Wochen ein Pi*Daumen Messstäbchen hinein.

KH:
Ist schon empfindlicher und wird von mir auch kritischer beäugt. Durch CO2 und Schnecken kann man schon etliches "verlieren". KH explizit messe ich allerdings auch nur im 8-Wochenabstand. Da schaue ich lieber alle paar Tage auf den pH-Wert, ob die KH noch ok ist.

NO2:
Sicher eine der gefährlichsten Einflüsse im Aquarium. Teste ich im 4-Wochen Abstand. Wenn sich der Wert verändern würde, würde ich die Messzyklen sofort engmaschiger setzen.
Den genannten Wert von 0,2 stecken eigentlich alle Fische völlig problemlos weg, viele zeigen sich von 1mg/l noch recht unbeeindruckt. Die genannten Werte halte ich daher für überzogen. Nicht desto trotz würden auch bei mir bei Werten >= 0,2 sofort sämtliche Alarmleuchten angehen.

Dann muss man sich fragen, was denn eigentlich den NO2-Gehalt, in welchem Zeitraum ansteigen lassen könnte. Dann wird man feststellen, dass etliche Parameter so etwas (in kleinen Becken) in wenigen Stunden schaffen. Will man also das Nitrit per Tests ausschließen, müsste man auf tägliche (eigentlich sogar halbtägige) Messintervalle gehen.


pH:
Hängt eng an der KH, und zwar so eng, dass ich mir das KH-messen zugunsten der pH-Messung spare.
Gäb' es die Dauertests nicht, würde ich vermutlich alle zwei Wochen mal ein Stäbchen reinhalten. So ist das, neben der Temperatur, tatsächlich der einzige wert, den ich fast täglich kontrolliere. schiel

Alles zusammen:
Einen Dauertest habe ich noch vergessen, den ich tatsächlich täglich sehr kritisch beurteile, die Fische und Pflanzen.
Mag provokant klingen, aber als biologischer Indikator eigenen sich die Burschen besser als alles andere. Und das ist das, was viele hier im Thread ausgesagt haben, dass ein (erfahrener) Blick ins Aquarium letztlich viel mehr aussagt, als zwei Stunden Tröpfelei mit dem großen JBL-Koffer.
Die Tests haben ohne Frage ihre Berechtigung... wenn im Becken irgendetwas schief läuft.

Viele Grüße
Thomas
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#25
Hallo Jo,

wie die meisten messe ich auch sehr sehr selten.
Am Becken und an den Fischen sieht man ja, ob die "Chemie" stimmt.

Wieso berufst du dich so auf diese Seite?
Hätten die reingeschrieben alle 2h messen, machst du das dann auch?
Der Verfasser dieser seite ist kein Fisch-Gott, er hat diese Intervalle für sich festgelegt.

gruss
Andre
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#26
Hallo zusammen,

in diesen Büchern scheint es mir ähnlich zu sein, wie in den Sicherheitshinweisen von elektrischen Haushaltsgeräten.
Es steht da zwar, und beim ersten Start liest man es und richtet sich danach, dann aber lässt es zwangsläufig nach - man weiss es einfach.

Die Autoren schreiben es vielleicht so in ihren Büchern, damit ihnen niemand einen Strick daraus drehen kann, wenn sie die Alltags,- also die Ist-Situation beschreiben...
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#27
Hallo Eumel,

die Pharma-Industrie empfiehlt auch regelmäßig Medikamente einzunehmen, wenn mann Krank ist. Selbst wenn man es nicht ist, soll man welche zur Prophylaxe benutzen und wenn man dann alles überstanden hat, braucht man noch welche, um Gesund zu bleiben.

Einen ganzen Teil davon, kann man machen, aber braucht man es ?
Wer hat einen Nutzen davon, möglichst viele Chemikalien auf den Markt zu schmeissen ? In den seltesten Fällen der Endverbraucher.

Wenn ein Becken stabil läuft und ich mit dem, was ich erreicht habe, zufrieden bin, warum sollte ich daran etwas verändern ?

Ich kenne meine Becken und weiss durch mehrjährige Erfahrung, mit welchen Veränderungen oder Störungen ich zu rechnen habe. Da ist es mir zumeist ziemlich egal, was einzelne Personen in Bücher schreiben.
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#28
moin,
meiner meinung nach reicht es bei der der einlaufphase genau und jeden tag zu messen das allerdings nur um dünger richtig zu dosieren.

wenn sich das ganze dann eingespielt hat und man die dosierung kennt reicht permanent ph test völlig aus.

falls rein optisch und da schließe ich mich den meinungen hier an ist ein messen überflüssig.

es gibt auch leute die komlet ohne messen erfolgreich aquaristik betreiben.

klar kann das jeder machen wie er will.

mfg chris
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#29
Hallo,
eigentlich find ich es echt schade, dass der Threadstarter sich hier nicht mehr äussert!
Vll weiß er selber nicht was er damit bezweckt hat blub
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#30
Moin,

es gibt halt für alles eine Vielzahl von Empfehlungen.

Ich kann mich daran halten oder auch nicht.

Wenn ich mich nicht dran halte und alles ist ok, dann ist das eine Gute Sache.
Halte ich mich nicht dran und es geht nicht gut, muss ich mir auch die Aussage gefallen lassen, das ich in gewisser Art selber Schuld bin, da ich ja hätte der Empfehlung nachgehen können.

Eine Formulierung wie " sollte", "könnte", "eventuell" oder "ratsam ist" stellen aus meiner Sicht keine Verpflichtung da.

Fazit: Wer regelmäßig seine Wasserwerte misst, macht zumindest keinen Fehler.

Wer andere Umgänge mit dem Messverhalten hat, begibt sich in Gefahr, vielleicht einen Fehler zu machen und erst verspätet zu erkennen.

Wer "Guten Wissens", einen Fehler zu machen, in Kauf nimmt und damit Lebewesen oder Anderen bewußt zu Schaden, sollte sein Verhalten dringend überdenken und ändern.
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