19.04.2012, 09:05
Hallo,
"Algentiere" einzusetzen ist echter Unsinn - vor allem wenn es darum geht sein Aquarium auf Grund von Pflegefehlern und wenig Erfahrung wieder ansehnlich und Algenfrei zu bekommen. Denn: Ja, es geht, man kann wirklich ein "Glasklares" Becken bekommen wenn man sich nur ausreichend damit beschäftigt. Manche können das besser, manche weniger. Und manche (so wie ich) werfen hunderte von Euros für irgendwelche Mittel und "Zusatzbesatz" raus und probieren wirklich alles aus um im Endeffekt zum selben Ergebnis zu gelangen:
Das hier ist mein Rezept und hat in mehreren Becken gegen Algen geholfen (Blaualgen, Pinselalgen, Bartalgen)
1. weniger Füttern, auf die Fütterung achten. Nur ein geringer Anteil des Futters wird vom Fisch tatsächlich verbraucht. Schnell kann es zu Problemen kommen, wenn neben Fischen auch noch Garnelen oder Krebse zusätzlich versorgt werden müssen mit Futtertabletten.
2. Bodengrund nur einmalig gründlich durchsaugen. Mulm ist langfristig ein wichtiger Faktor im Becken und wird ohnehin abgebaut. Das Becken komplett neu aufzusetzen bringt rein gar nichts, man fängt eigentlich nur wieder von Null an anstelle endlich einen Fortschritt zu machen - es sei denn man hat es mit irgendwas vergiftet und die Fische sterben
3. Seemandelbaumbätter verwenden, und eventuell FB7 (Dennerle "Klarwasserbakterien") die die Abbauprozesse fördern. Keine zusätzlichen Mittel oder Wasseraufbereiter. Eventuell Deko extern reinigen, aber längerfristig verschwinden sogar hartnäckige Pinselalgen - wenn man Geduld hat und alles richtig macht (daran kann z.B. jeder für sich seinen aquaristischen Fortschritt messen). Der Aussenfilter bleibt stets geschlossen, der wird am besten "vergessen" und nicht angerührt.
4. Flüssigdünger einstellen, weniger Wasserwechseln (alle 2 -4 Wochen) bis sich die Lage stabilisiert hat.
Der Boden speichert allerhand Stoffe und gibt sie auch wieder ab. Manchmal ist er nach mehreren Jahren einfach übersättigt und es kann zur Algenexplosion kommen. Je nach dem wieviel Stoffe aufgenommen werden von den Pflanzen oder wieder aus dem Becken abgeführt werden. Darum halte ich auch vom vielen Wasserwechsel wenig in normal besetzten Becken, denn wenn sich sowas wie ein "Stoffwechsel" erst einigermassen eingestellt hat (Pflanzenwachstum, Vermehrung, Entfernung) sind es abgesehen von Überbesatz meist Pflegefehler die zu Einseitigkeiten führen. Jedes Becken hat seine "Grenze", sich an jene des eigenen Beckens heranzutasten ist die große Kunst dabei...das fängt schon beim Fischbesatz an (weniger ist mehr) bis hin zur Pflanzendüngung.
Das Wichtigste ist auf jedenfall auf die Fütterung zu achten und vor allem Pflanzendünger mehrere Monate wegzulassen bei Algenproblemen, bis das Becken "sauber" ist und sich von selbst optisch erholt hat (Algen weg). Erst dann, wenn auch die Pflanzen deutlich im Wachstum stagnieren findet durch ganz wenig (!) Düngung von Eisen und z.B. V30 eine erneute hellgrüne Renaissance statt - ohne Algen, ohne Beläge. Danach abwechselnd wegschneiden.
Man merkt auch gleich dass man die Scheiben viel seltener reinigen muss wenn man mehr auf die Nährstoffe achtet und etwas damit geizt.
"Algentiere" einzusetzen ist echter Unsinn - vor allem wenn es darum geht sein Aquarium auf Grund von Pflegefehlern und wenig Erfahrung wieder ansehnlich und Algenfrei zu bekommen. Denn: Ja, es geht, man kann wirklich ein "Glasklares" Becken bekommen wenn man sich nur ausreichend damit beschäftigt. Manche können das besser, manche weniger. Und manche (so wie ich) werfen hunderte von Euros für irgendwelche Mittel und "Zusatzbesatz" raus und probieren wirklich alles aus um im Endeffekt zum selben Ergebnis zu gelangen:
Das hier ist mein Rezept und hat in mehreren Becken gegen Algen geholfen (Blaualgen, Pinselalgen, Bartalgen)
1. weniger Füttern, auf die Fütterung achten. Nur ein geringer Anteil des Futters wird vom Fisch tatsächlich verbraucht. Schnell kann es zu Problemen kommen, wenn neben Fischen auch noch Garnelen oder Krebse zusätzlich versorgt werden müssen mit Futtertabletten.
2. Bodengrund nur einmalig gründlich durchsaugen. Mulm ist langfristig ein wichtiger Faktor im Becken und wird ohnehin abgebaut. Das Becken komplett neu aufzusetzen bringt rein gar nichts, man fängt eigentlich nur wieder von Null an anstelle endlich einen Fortschritt zu machen - es sei denn man hat es mit irgendwas vergiftet und die Fische sterben
3. Seemandelbaumbätter verwenden, und eventuell FB7 (Dennerle "Klarwasserbakterien") die die Abbauprozesse fördern. Keine zusätzlichen Mittel oder Wasseraufbereiter. Eventuell Deko extern reinigen, aber längerfristig verschwinden sogar hartnäckige Pinselalgen - wenn man Geduld hat und alles richtig macht (daran kann z.B. jeder für sich seinen aquaristischen Fortschritt messen). Der Aussenfilter bleibt stets geschlossen, der wird am besten "vergessen" und nicht angerührt.
4. Flüssigdünger einstellen, weniger Wasserwechseln (alle 2 -4 Wochen) bis sich die Lage stabilisiert hat.
Der Boden speichert allerhand Stoffe und gibt sie auch wieder ab. Manchmal ist er nach mehreren Jahren einfach übersättigt und es kann zur Algenexplosion kommen. Je nach dem wieviel Stoffe aufgenommen werden von den Pflanzen oder wieder aus dem Becken abgeführt werden. Darum halte ich auch vom vielen Wasserwechsel wenig in normal besetzten Becken, denn wenn sich sowas wie ein "Stoffwechsel" erst einigermassen eingestellt hat (Pflanzenwachstum, Vermehrung, Entfernung) sind es abgesehen von Überbesatz meist Pflegefehler die zu Einseitigkeiten führen. Jedes Becken hat seine "Grenze", sich an jene des eigenen Beckens heranzutasten ist die große Kunst dabei...das fängt schon beim Fischbesatz an (weniger ist mehr) bis hin zur Pflanzendüngung.
Das Wichtigste ist auf jedenfall auf die Fütterung zu achten und vor allem Pflanzendünger mehrere Monate wegzulassen bei Algenproblemen, bis das Becken "sauber" ist und sich von selbst optisch erholt hat (Algen weg). Erst dann, wenn auch die Pflanzen deutlich im Wachstum stagnieren findet durch ganz wenig (!) Düngung von Eisen und z.B. V30 eine erneute hellgrüne Renaissance statt - ohne Algen, ohne Beläge. Danach abwechselnd wegschneiden.
Man merkt auch gleich dass man die Scheiben viel seltener reinigen muss wenn man mehr auf die Nährstoffe achtet und etwas damit geizt.
