23.10.2011, 08:13
Hallo,
hier werden zwei Dinge ständig miteinander vermischt, weshalb diese Diskussionen immer wieder so verlaufen, wie sie verlaufen.
Die Theorie ist die eine Basis, die andere ist die Praxis. Um Fische zu pflegen, oder um sie nachzuziehen, braucht man allerdings keine Theorie, man braucht nur Praxis, Beobachtungsgabe und das was Olaf Fingerspitzengefühl nennt. Man braucht einen Glaskasten, Wasser und Fische und je nach Bedarf Pflanzen, einen Filter bzw. weitere Technik.
Und Olafs These lautet: wer viel macht, wer viele verschiedene Fische pflegt, wer ausprobiert, Fische gezielt nachzieht, der wird mehr lernen, wird mehr wissen wie einer der „nur“ sein Wohnzimmerbecken betreibt. Wohl gemerkt, beide Aquarianer, der „Einbeckler“ wie der Fischkellermeister, beide stehen für mich gleichberechtigt nebeneinander, es sind zwei Arten das Hobby Aquaristik zu betreiben.
Wer nur liest, weil er wenig Aquarien hat, wenig ausprobiert, dem wird die Praxis fehlen, der wird sein (theoretisches) Wissen nicht auf Alltagstauglichkeit überprüfen, der kann nicht überprüfen welche Relevanz diese Theorie für die Praxis hat, der schleppt dann oft theoretischen Ballast mit sich herum.
Wer viel macht, der wird diesen unwichtigen Ballast abwerfen, und beschränkt sich auf das Wesentliche.
Der zweite Punkt ist die Weitergabe dieses Wissens in den Foren. Hier hat Olaf Recht, das passiert in dieser Form überwiegend in den Foren, Diskussionen im Fischkeller, auf Börsen, Aquarianer unter sich verlaufen in der Regel anders.
Warum das so ist?
In den Foren beraten sehr oft auch die Leute, die das Wichtige nicht vom Ballast trennen können, weil ihnen der praktische Bezug fehlt. Da wird dann die Theorie zum alleinigen Maßstab. Und das läuft sehr oft völlig daneben. Dennis hat ein paar Beispiele dieser unsäglichen Diskussionen genannt, wir kennen sie alle, „kleine Aquarien“, „Weichwasserfische in Hartwasser“, „Stoff XY muss immer n.n. sein“, „Bakterien sterben wenn …“ etc. etc. Diese Behauptungen kommen aus der Theorie, hätte man es ausprobiert, diese Aussagen in der Praxis überprüft würden wir sie nicht lesen und korrigieren müssen.
Widerspricht man diesen „Theoretikern“ so ist man oft selber der Dumme, denn die Richtigkeit ihrer Aussagen könne man ja täglich im Internet lesen. Olaf nennt das immer „ganz viel Meinung, wenig Ahnung“.
Es kommt sogar noch schlimmer. Zeigt man ihnen in Theorie und mit (wirklich) klugen Worten und Literatur ihre Fehler, so ist man schnell der zänkische Oberlehrer und Besserwisser, stört den Forenfrieden, macht man das häufiger wird man schnell gar zum „Forengott“. Und ganz verwerflich ist ihnen zu sagen: „Wenn du keine Ahnung hast dann halte einfach die Finger still“. Dann ist nämlich sofort die Demokratie in Gefahr, da wird die Meinungsfreiheit als solche abgeschafft.
Gerade das freiheitliche Internet und die Foren leben davon, dass sich jeder beteiligen kann, ja es ist sogar ausdrücklich gewünscht, denn nur so funktioniert die Communitys. Dieses Recht wird auch niemand ernsthaft beschneiden wollen.
Jeder soll mitmachen, es geht um Erfahrungsaustausch, Weitergabe von Erkenntnissen und Wissen, nicht, oder nur sehr selten, um Meinungen. Es geht um Qualität nicht um Besserwisserei.
Wenn alle sich darum bemühten, wenn sie sich auf Sachlichkeit beschränkten und persönliche Anspielungen oder gar Drohungen unterliessen, dann hätten wir eine gute Diskussion, auch wenn sie zum 1548ten Mal in den Foren liefe.
Denn notwendig scheint sie immer noch zu sein, sonst fände sie in dieser Ausführlichkeit hier nicht statt.
allen einen schönen Sonntag
Peter
hier werden zwei Dinge ständig miteinander vermischt, weshalb diese Diskussionen immer wieder so verlaufen, wie sie verlaufen.
Die Theorie ist die eine Basis, die andere ist die Praxis. Um Fische zu pflegen, oder um sie nachzuziehen, braucht man allerdings keine Theorie, man braucht nur Praxis, Beobachtungsgabe und das was Olaf Fingerspitzengefühl nennt. Man braucht einen Glaskasten, Wasser und Fische und je nach Bedarf Pflanzen, einen Filter bzw. weitere Technik.
Und Olafs These lautet: wer viel macht, wer viele verschiedene Fische pflegt, wer ausprobiert, Fische gezielt nachzieht, der wird mehr lernen, wird mehr wissen wie einer der „nur“ sein Wohnzimmerbecken betreibt. Wohl gemerkt, beide Aquarianer, der „Einbeckler“ wie der Fischkellermeister, beide stehen für mich gleichberechtigt nebeneinander, es sind zwei Arten das Hobby Aquaristik zu betreiben.
Wer nur liest, weil er wenig Aquarien hat, wenig ausprobiert, dem wird die Praxis fehlen, der wird sein (theoretisches) Wissen nicht auf Alltagstauglichkeit überprüfen, der kann nicht überprüfen welche Relevanz diese Theorie für die Praxis hat, der schleppt dann oft theoretischen Ballast mit sich herum.
Wer viel macht, der wird diesen unwichtigen Ballast abwerfen, und beschränkt sich auf das Wesentliche.
Der zweite Punkt ist die Weitergabe dieses Wissens in den Foren. Hier hat Olaf Recht, das passiert in dieser Form überwiegend in den Foren, Diskussionen im Fischkeller, auf Börsen, Aquarianer unter sich verlaufen in der Regel anders.
Warum das so ist?
In den Foren beraten sehr oft auch die Leute, die das Wichtige nicht vom Ballast trennen können, weil ihnen der praktische Bezug fehlt. Da wird dann die Theorie zum alleinigen Maßstab. Und das läuft sehr oft völlig daneben. Dennis hat ein paar Beispiele dieser unsäglichen Diskussionen genannt, wir kennen sie alle, „kleine Aquarien“, „Weichwasserfische in Hartwasser“, „Stoff XY muss immer n.n. sein“, „Bakterien sterben wenn …“ etc. etc. Diese Behauptungen kommen aus der Theorie, hätte man es ausprobiert, diese Aussagen in der Praxis überprüft würden wir sie nicht lesen und korrigieren müssen.
Widerspricht man diesen „Theoretikern“ so ist man oft selber der Dumme, denn die Richtigkeit ihrer Aussagen könne man ja täglich im Internet lesen. Olaf nennt das immer „ganz viel Meinung, wenig Ahnung“.
Es kommt sogar noch schlimmer. Zeigt man ihnen in Theorie und mit (wirklich) klugen Worten und Literatur ihre Fehler, so ist man schnell der zänkische Oberlehrer und Besserwisser, stört den Forenfrieden, macht man das häufiger wird man schnell gar zum „Forengott“. Und ganz verwerflich ist ihnen zu sagen: „Wenn du keine Ahnung hast dann halte einfach die Finger still“. Dann ist nämlich sofort die Demokratie in Gefahr, da wird die Meinungsfreiheit als solche abgeschafft.
Gerade das freiheitliche Internet und die Foren leben davon, dass sich jeder beteiligen kann, ja es ist sogar ausdrücklich gewünscht, denn nur so funktioniert die Communitys. Dieses Recht wird auch niemand ernsthaft beschneiden wollen.
Jeder soll mitmachen, es geht um Erfahrungsaustausch, Weitergabe von Erkenntnissen und Wissen, nicht, oder nur sehr selten, um Meinungen. Es geht um Qualität nicht um Besserwisserei.
Wenn alle sich darum bemühten, wenn sie sich auf Sachlichkeit beschränkten und persönliche Anspielungen oder gar Drohungen unterliessen, dann hätten wir eine gute Diskussion, auch wenn sie zum 1548ten Mal in den Foren liefe.
Denn notwendig scheint sie immer noch zu sein, sonst fände sie in dieser Ausführlichkeit hier nicht statt.
allen einen schönen Sonntag
Peter
