Aqua-Wolf schrieb:Ja, den gibt es.
Wo glaubst du denn wo sich das Kupfer hin absetzt? . . . im Bodengrund!
Welche Fische leben dort? Welse! Und die können (was schon sehr oft passiert ist) schleichend bzw. auch schnell vergiftet werden!
Auch empfiehlst du Esha2000 im Quarantänebecken anzuwenden . . . auweia.
Deshalb, wenn die Diagnose steht, ist ein Mittel mit Malachitgrün vorzuziehen, dieses ist weitaus besser verträglicher als dieses kupferhaltige Esha2000.
Edit: Was ist eine Mischinfektion?
Ja, das mit den Welsen habe ich nachträglich noch geschrieben. Das war mir tatsächlich entfallen. Ich habe mich mit Medikamenten zum Glück schon lange nicht mehr auseinandersetzen müssen.
Naja, bei einem Medikament will man ja die Krankheitserreger möglichst schnell beseitigen. Also muss man einen Mittelweg zwischen super fischverträglich und Krankheitserregertötend finden. Ich finde nach wie vor, dass sich da esha2000 ganz gut schlägt. Ich kann nicht behaupten, dass es das allerbeste auf dem Markt ist. Schließlich habe ich da keine Studie angefertigt. Aber ich finde, dass es hier gerade zu unrecht verteufelt wird. Dass das nicht jeder Fisch verträgt ist auch klar. Und genau deshalb würde ich es nur im Quarantänebecken einsetzen um nur die befallenen Fische dem Medikament auszusetzen.
Ich glaube du hast meine Quarantänebecken-Aussage nicht ganz verstanden. Ich meine nicht, dass man es auf jeden Neubesatz kippen soll. Sondern eben auf kranke Fische, die genau aus diesem Grund im Quarantänebecken sitzen.
Das Problem ist ja, dass in diesem Fall eben keine Diagnose vorlag. Oder irre ich mich da? Da ist mit einem Breitbandmittel unter Umständen mehr gerettet als mit dem falschen Medikament.
Eine Mischinfektion(keine Ahnung ob das das offizielle Wort ist) ist wenn ein Fisch unter mehreren Krankheitserregern gleichzeitig leidet. Bspw. wenn eine Hautkrankheit durch irgendwelche Würmer etc. verursacht wird und sich dann auf die Wunde Bakterien draufsetzen. In solchen Fällen wüsste ich nicht was besser ist, als ein Breitbandmittel (wir gehen jetzt von dem Fall aus, dass die Hausmittelchen schon vergebens ausprobiert wurden).
Und ob Malachitgrün nun besser ist oder nicht, lässt sich so Allgemein leider nicht sagen. Es gibt Erreger, die gegen Malachitgrün bereits resistent sind(Das gibts bei anderen Wirkstoffen natürlich auch). Daher sollte nicht ein bestimmtes Mittel verteufelt und als Abfalltonnenreif benannt werden. Es gibt garantiert Fälle in denen das eine Mittel besser wirkt als das andere. Das kann esha2000 oder auch irgendweins der anderen Präperate sein.
Zusätzlich habe ich das gerade interessehalber mal gegoogelt, und da habe ich eine kleine Notitz gefunden, dass es u.a. Salmler-Stämme gibt die Malachitgrün nicht vertragen. Von Schmerlen wird in einigen Fällen ähnliches berichtet.
Das Bodenfische oft stärker unter den Medikamenten leiden liegt wohl daran, dass sich die Inhaltsstoffe vermehrt am Boden ablagern. Ob das jetzt Kupfer oder sonst was ist. Gut ist das sicherlich niemals. Aber die Medikamente haben wir ja schließlich (alle?) nicht ohne Grund nur für Notfälle im Schrank....
Gruß
Michi