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Stabilisierung von Bienenwasser (KH 0,1) bei pH 6,5 möglich?
#1
Hallo an die Spezialisten

Weichwasserfrage! Wie immer das gleiche Becken, das ich nicht in Ruhe lassen kann: das mit den Pintos und Bienen. Will nun Bienensalz in reinem Osmosewasser einsetzen. Raus kommt ein Wasser mit PH 6,5, KH 0,1 und GH 5-6. Leitwert um die 260. Für diese Krabbler angeblich ideal. http://www.saltyshrimp.de/bienensalz_bee..._plus.html

(Die Härte-Werte sind aber nicht wirklich gemessen, sondern aus den Herstellerangaben, nur geprüft mit Teststreifen / Ratestäbchen (die habe ich glücklicherweise noch aus einem Rätsel-Gewinn hier im Stammtisch. Dachte nicht, dass ich die jemals bräuchte...). Das kann schon hinkommen: KH unter eins, GH unter 6.)

Aber: Die Bienenzüchter sind ja keine Aquarianer, aber ich. Ich wil trotzdem ein schönes Becken in die vage Richtung Aquascape haben, also sind auch Bodenbedecker (Pogostemon helferi, Hemianthus Cuba oder Eleocharis sp. Mini etc.) im Pott, die neben Massen an Licht auch ziemlich viel zusätzliches CO2 brauchen.

Das nun kann aber ziemlich heikel werden bei KH 0,1. Frage: Gibt es "etwas", das den PH -Wert bei echtem Weichwasser stabilisiert, ihn - sagen wir mal bei Ph 6 oder 6,5 - im schwach sauren Bereich "festtackert"?

Als Antworten bisher fand ich beim Wühlen: "Erlenzäpfchen" sollen das vermögen oder die Zugabe von "Fulvosäuren" (Gibt es wohl bei Gärtnern).

Also: Wer von Euch hat praktische Erfahrung mit diesem Bienenwasser oder einen Ansatz zur Stabilisierung von echtem Weichwasser bei Ph 6 - 6,5 jenseits des Karbonat-Puffers?

Merci,
Stefan


P.S. Na, noch besteht keine Gefahr, denn ich will das "aufgesalzene Bienenwasser" ja nur sehr langsam einführen, eine Rest- KH von 2 ist immer noch im Becken. Steht für mich eben auch die Frage, wie heikel ist das weitere Vorgehen?
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#2
Moin
Ich bin zwar kein Spezialist und habe das auch noch nicht ausprobiert aber einen ANIONENTAUSCHER. Bei dem steht in der Anleitung zum Ph puffern- Mit Natriumcabonat rückspülen und saures Wasser aus einem Kationentauscher durchlaufen lassen bis sich ein Ph wert von etwa 5,5 bis 6,5 einstellt. Dann mit Kochsalz spülen dem man tropfenweise Natronlauge zuführt bis sich der gewünschte Ph wert einstellt. Das Teil kann im Dauerbetrieb angeschlossen werden und hält auch bei sehr kleinen Tauschern den wert monatelang konstant. Dadurch ist der Ph dann "festgenagelt".

Alfred


Hupps- alles zurück auf Start. Hab gerade gelesen das die Methode für Seewasser gedacht ist. Wird dann wohl bei weichwasser nicht klappen. Habe in meinem Becken aber auch nur einen Letwert von 70mS/cm und noch nie Probleme mit dem Ph gehabt.
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#3
Danke, Alfred, für die originelle Idee. Aber es wäre eh nicht mein Ding gewesen. Ich habe leider so gar keine Ahnung von Ani-Kati-Anlagen und dem ganzen Prozedere außen herum. Ist jetzt von der Ausrüstung her auch nicht der Weg, den ich gehen will. Wollte schon auf der vorhandenen Basis Osmose-Wasser/Bienensalz bleiben und da eine Lösung finden.

Grüße,
Stefan
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#4
Hallo zusammen

Nachdem Euch auch nichts eingefallen ist, wie ich den PH-Wert stabilisieren könnte - Schande über Eure Häupter! - werde ich eben Plan B fahren und das Bienenwasser zusätzlich auf eine KH von 2 Grad mittels Hydrogencarbonat - Backpulver oder halt ein KH plus-Zeugs - aufhärten.

Hätte natürlich auch den Vorteil, dass die CO2-Lösungskapazität der Brühe dann halbwegs im unteren grünen Bereich liegt.

Hört sich komplizierter an als es ist, denn hinterher - auch wenn ich die nun entstandenen Cyanos durch Absaugen (=Wasserwechsel) erledigt habe - wird das Becken eh auf Altwasser umgestellt. Dann halte ich die Wasserwerte weitgehend nur noch über einen Verdunstungsausgleich mit Osmosewasser stabil. Das solls dann halt gewesen sein…

Grüße,
Stefan

P.S. Bienennachwuchs!
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#5
Aber, aber Stefan!

An Ideen mangelt es nicht, bloß würden die deinen Gernelen vermutlich nicht gefallen. schiel

Säure und Salz der schwachen Säure, ist die Lösung aller Pufferprobleme.
Wie Du aber schon schriebst, bist Du von solcherlei simpler Chemie weit entfernt, da Du ja sowohl Pflanzen, als auch, was noch weit schwerer wiegt, Tiere einsetzen möchtest.

HCO3 und CO2 wäre eine Variante, wobei Dir dafür die Carbonathärte fehlt.
KH2PO4 + Na2HPO4 ... das würde Deine Algenfarm mal so richtig zum Blühen bringen.


Ist halt ein wenig ein Problem, mit der Pufferei, wenn Du keine Ionen mehr anbietest. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der pH-Wert nächtens auf Talfahrt geht, wenn Deine Bio-CO2 Anlage freudig weiter blubbert.
Hast Du denn schon mal über Torf nachgedacht?

Viele Grüße
Thomas
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#6
Tja, Thomas, Du hast mein Dilemma erkannt. Die Bienen und Pinto-Garnelen sind ja im Becken. Sonst wäre mir die Drohung eines Säuresturzes aus Mangel an Karbonaten ja egal. (Bevor es das Aquariengemüse zusammenätzt, muss wohl schon so einiges passieren. Da wäre ich eher sorglos...)

Eine Problemlösung, die etwas mit Phosphor zu tun hat, ist mir - genau: algenmäßig - tatsächlich nicht so sympathisch. (Vor allem: jetzt habe ich gerade mit ganz vorsichtig mit NKP-Dünger plus Eisen angesetzt, jetzt nochmal unberechenbar Phosphate obendrauf? Oder mir ein ganz anderes Düngekonzept ohne das P in NKP organisieren? Hatten wir das neulich nicht schon? 100-Euro-Scheine unter der Dusche zerreißen?)

Ja, Torf ist billig! Aber diese "Torferei" kannste ja gar nicht berechnen... (Dann lieber klar definierte Schwefelige Säure...)

Im Moment gibt es ja noch gar klein Problem mit dem Becken (außer den Cyanos halt), denn ich bin ja noch in der Umstellungsphase. Im Becken ist noch eine Leitungswasser-Bienensalz-Cuvée, die ja immer noch rund 2 Grad KH hat. Noch ist das Becken auf der sicheren Seite, da kann das Bio-CO2 (genauso unberechenbar!) wohl noch blubbern! (Nachts ziehe ich sicherheitshalber den Schlauch ab...)

Meine Frage ging eben weiter, ob eine "Ganzumstellung" auf dieses Bienenwasser mit den KH 0,1 der Weisheit letzter Schluss wäre? Wie ich dann den Ph-Wert halten könnte? Zumal in einem Pflanzenbecken mit hohem CO2-Bedarf.

Aber ich denke, ich treibe es eben dann doch nicht so extrem weit mit dem Weichwasser und härte das Bienen-Osmosewasser zusätzlich karbonatmäßig dauerhaft auf rund 2 Grad auf.

Gerade eben dachte ich mir: Dieses arme Becken muss leiden! Es ist das "Opferbecken", das jedweden Aktionismus abkriegt! Die "arme Sau", die dafür herhalten muss, dass ich die anderen 5 Aquarien in Ruhe und Freude sich entwicklen lasse!

lacht der grüßende
Stefan
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#7
Hey Stefan,

vielleicht haste mit dem NPK Glück, ich hatte in meiner 20L Pfütze auch mal n paar Algen, welche anfingen auf der Inneneinrichtung zu wachsen, als ich dann allerdings NPK zugegeben habe, legten die Pflanzen los und die Algen sind verschwunden.
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#8
Jeepp, Michael, Du hast recht! Das Bild ist zwar grottenschlecht, aber man sieht selbst da, dass durch die Neubepflanzung des Beckens noch ziemliche Lücken klaffen. Da wäre wohl noch Potenzial. (Auch eine zentrale Wurzel fehlt hier, die ist zum Abnagen in einem Becken mit Amanos geparkt.)

Unten achte man auf das ultimative Problemlösungs-Instrument pfälzischer Aquarianer!

LG
Stefan

[Bild: http://pictorial-online.com/wp/wp-conten...CF5606.jpg]
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#9
Haha Stefan :D

Ich wollt mir auch ma solch n Dingens zulegen, mir iss nur mittlerweile der Name entfallen, ausserdem fiel mir da auch keine sinnvolle Verwendung für ein - mal ganz davon abgesehen, dass eine Zombiapokalypse unwahrscheinlich ist.

Bzgl. pH "Festtackern":
Btw.: Das in dem AQ ist doch der Akadama-Boden? Dieser hat ja bekanntlich Einfluss auf die Wasserwerte u.a. auch den pH und sollte diesen doch auch stabilisieren. Wenn der von dir Angestrebte pH mit dem "Eigenwillen" des Akadamas nicht übereinstimmt, wirste da immer n Problemkind haben. Falls noch etwas Akadama über ist, würde ich das mal mit dest. Wasser oder Osmose-Wasser aufgießen und dort den pH Messen, dann sehn wir gleich, was der Akadama abliefert.
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#10
Tja, Michael, junger Padawan, da siehst Du einen Generationenbruch: alte Karl May-Leser wissen den Namen sofort! Hm, Du meinst eine Zombie-Attacke wäre unwahrscheinlich? Ja, aber WENN Du das seltene Glück hast, dann ist ein Tomahawk – wenn der Sprit in der Kettensäge längst all ist – natürlich das absolute Spaßgerät!

Ja, der Akadama ist eine weitere Variable im Becken! Aber dieser Ton-Boden ist kein richtig aggressiv-aktiver Soil, sondern er reduziert einfach nur die Härte. Am Ph-Wert direkt tut er nichts. Aber Du hast Recht, er spielt mit dem Leitwert.

Eine weitere Variable ist, dass der Akadama diese reduzierende Eigenschaft im Laufe der Zeit wohl verliert. Man weiss also nicht, wie lange er das tut. Also: das rechte Vertrauen in den Ton habe ich – so oder so - nicht. Er macht eben alles noch komplizierter…

Genieße Deinen Abend,
Stefan
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