Ok Parat,
Temperatur, Ph und Leitwert. Temperatur hat ja eigentlich nix mit den Wasserwerten zu tun, aber ich gebe dir dahingehend Recht.
PH-Wert ist ein Wert X, der für die einzelnen zu haltenden Fischarten wichtig, wenn nicht sogar überlebenswichtig ist. Stimme dir also auch diesbezüglich zu.
Leitwert - ein schönes Wort, vor allen Dingen sehr neumodisch. Nicht jeder Anfänger hat ein Leitwertmessgerät zur Hand, um mit dessen Hilfe die gelösten Salze im Aquariumwasser messen zu können und somit den Wechselinterwall zum Wasserwechsel festzulegen. Somit wären wir wieder beim Wassertest. Über selbigen kann ich auch bestimmen, wann ich den Wasserwechsel durchführen muß/sollte. Zumindest solange, bis ich mir ein Leitwertmessgerät zugelegt habe, oder -und das ist für mich wahrscheinlicher- bis ich die Erfahrung getätigt habe das es alle zwei, vier oder gar erst in der sechsten Woche von Nöten ist. Do it bei Learning.
Bei einem Pflanzbecken mit moderatem Fischbesatz nutzten mir die "Wassertest" auch einiges, so zum Beispiel bei der Einstellung meines Düngeverhaltens. Meine damit die Optimierung der Düngezugabe. Ich kann dadurch natürlich auch die Aufnahme der Nährstoffe durch die Pflanzen verfolgen. Ein zuviel oder zu wenig wird somit vermieden. Somit sind für mich die einzelnen Wassertest´s nicht unsinnig.
Wir sind uns somit also einig, das wir uns uneinig sind.
@ Zuheissgebadet:
Was die einzelnen Parameter der grundsätzlichen Wasserwerte betrifft, stimme ich dir nur bedingt zu. Die Wasserwerte die du vom Wasserversorger erhälst, sind meist nicht von aktueller Natur (meistens der Schnitt des letzten Jahres). Sie bestehen zumal auch aus einem Mix, aus Minimum, Maximum und einem Mittelwert. Wie möchtest du dich da bitte festlegen, welche Werte denn nun die richtigen für dich sind? Die Werte die bei mir aus der Wasserleitung kommen, weichen zum Teil doch recht stark von dehnen des Wasserversorgers ab. Woran dieses wohl liegen mag?
Somit ermittel ich die grundsätzlichen Wasserwerte mittels eines Wassertest´s bei mir zu Hause. Ist mir einfach sicherer.
Das sich die WW im Becken selbst noch einmal verändern ist ja mal klar, schon alleine durch die eingebrachte Deko (Wurzeln, Pflanzen und Bodengrund). Tja, wie nun soll ein Anfänger denn nun feststellen das sein Becken soweit ist, das er den Fischbesatz vollführen kann? Endweder er läßt sein Becken lange genug laufen oder er schätz es einfach oder wie?
Was die Fischkrankheiten betrifft, das ist ja nun mal ein ganz anderes Thema und geht auch in eine ganz andere Richtung.
Was das umgehen mit Messwerten bei den Anfängern betrifft, maße ich mir nicht an ihnen zu unterstellen, das sie zu dumm oder nicht in der Lage sind richtig zu messen.
Desweiteren denke ich, das zum Thema Fischkrankheiten und Gegenmaßnahmen die aktuellen Wasserwerte doch hilfreich sein können. Wie sonst könnte ich einem Anfänger sagen (der vielleicht anderweitig verkehrt beraten wurde) das sein Ph wert zu hoch sei. Oder aber das die GH/KH gar nicht passend für diese Fischart sei, vielleicht sogar die Temperatur (wie Parat schrieb) zu hoch oder zu niedrig ist. Die eventuell daraus resultierende Fischkrankheit, bekämpfe ich in diesem Fall auch nicht durch einen 50% Wasserwechsel. Ich Resete zwar das Becken in Form dessen, das ich die Keimbelastung senke, aber habe die Ursache der falschen Wasserparameter dabei völlig außer acht gelassen!
Man sollte also immer die Gesamtheit des ganzen betrachten, um so zu einem schlüssigen Ergebnis zu kommen. Das einzige wo ich dir Bedenkenlos zustimmen kannist die Aussage:
Zitat:
"Es hat noch kein Wassertest gegen Fischsterben geholfen."
Deshalb schrieb ich ja auch, ich Zitiere mich mal selbst:
Ich sage ja, es gibt verschiedene Wege, die in der Aquaristik beschritten werden und der hört nun mal nicht bei den Wasserwerten auf.