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Wodkafilter und Pflanzenwuchs
#21
Parat schrieb:Die Denitrifikation findet an bzw. in der Mulmflocke statt bzw. in den inneren Schichten des Biofilmes. Außen wird Nitrat gebildet (und dabei O2 verbraucht), innen wird denitrifiziert.
Okay, das hatte ich auch so verstanden. Fraglich ist dann, wie leistungsfähig dieser Vorgang ist bzw. ob der Nitratgrenzwert noch fischverträglich ist oder nicht. Richtig?

Zitat:Was die Denitrifikationsfilter anbelangt, so arbeiten die m.W. nur dann wirklich gut wenn auch nennenswert Nitrat ansteht. Ansonsten ist es für die Bakterien energetisch nicht lukrativ auf die Nitratatmung umzuschalten. Die ist energetisch nämlich alles andere als interessant für die.
Heisst, bei wenig Nitrat bilden sie irgendwelche Dauerstadien? Oder gibt es dann noch andere Sauerstoffquellen?


Andreas

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Tursiops schrieb:Also; Pflanzen haben an Nitrat kein Interesse und können es auch kaum aufnehmen von Algen mal abgesehen.

Hallo Alfred,

jetzt bin ich etwas verwirrt, ich dachte Nitrat wird von Pflanzen problemlos verwertet.


Andreas
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#22
Hi,

Also Muschelblumen verbrauchen unheimlich viel Nitrat. Eigentlich so ziehmlich alle Schwimmpflanzen. Oder sagen wir mal so: Bei mir kommt Nitrat mit 40mg/l aus der Leitung und verschwindet recht schnell im Aquarium.

Gruss
Sascha
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#23
Hi,

um nochmal darauf zurück zu kommen:

Zitat:
Zitat:Also; Pflanzen haben an Nitrat kein Interesse und können es auch kaum aufnehmen von Algen mal abgesehen.
jetzt bin ich etwas verwirrt, ich dachte Nitrat wird von Pflanzen problemlos verwertet.

Erstmal vorweg: Pflanzen können natürlich auch Nitrat (NO[SUB]3[/SUB][SUP]-[/SUP]) aufnehmen. Viele bevorzugen jedoch Ammonium (NH[SUB]4[/SUB][SUP]+[/SUP]), da sie es nicht erst reduzieren müssen, was energetisch günstiger ist.

Welche Aquarienpflanze nun was genau und wie am liebsten aufnimmt, das kann ich so aus dem Stehgreif jetzt auch nicht sagen.

Viele Grüße, Kati
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#24
Moin
Kleiner Tipp: Einfach mal ein wenig in Wikipedia blättern, Das bringt vermutlich mehr als hier endlos weiterzuposten.

Alfred
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#25
Hallo Alfred,

tschuldige, jetzt weiß ich grad wirklich nicht, auf was du hinaus möchtest.
Selbst, wenn ich bei wissenschaftlichen Dingen ungerne auf Wikipedia vertraue, sagt selbst diese Seite, dass Nitrate direkt von Pflanzen aufgenommen werden können.

Also, falls wir evtl. aneinander vorbeireden oder ich dich irgendwie falsch verstanden habe und du viell. doch etwas ganz anderes meinst, dann klär das doch bitte mal kurz auf.

Viele Grüße, Kati
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#26
KatiG schrieb:Erstmal vorweg: Pflanzen können natürlich auch Nitrat (NO[SUB]3[/SUB][SUP]-[/SUP]) aufnehmen. Viele bevorzugen jedoch Ammonium (NH[SUB]4[/SUB][SUP]+[/SUP]), da sie es nicht erst reduzieren müssen, was energetisch günstiger ist.

Ach ja .. na klar, verstehe.


Danke,
Andreas
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#27
AME schrieb:Okay, das hatte ich auch so verstanden. Fraglich ist dann, wie leistungsfähig dieser Vorgang ist bzw. ob der Nitratgrenzwert noch fischverträglich ist oder nicht. Richtig?

Das Nitrat wird gar nicht erst im Wasser sichtbar. Es geht direkt von der äußeren Flockenschicht nach innen und wird dort weiterverarbeitet. Daher wirkt es auch nicht auf die Fische. Der Vorgang ist somit sehr leistungsfähig.

Zitat:Heisst, bei wenig Nitrat bilden sie irgendwelche Dauerstadien? Oder gibt es dann noch andere Sauerstoffquellen?

Das kommt wohl auf die Art an. Obligate Nitrifikanten mumifizieren sich ein und warten auf besseres Wetter, die fakultativen machen halt mit Sauerstoff als Sauerstoffquelle weiter.

Bei den ganzen bakteriengetriebenen Nitratfiltern müssen drei Bedingungen erfüllt sein:

1. Der O2-Gehalt muss soweit abgesenkt werden, dass es für die Keime wirtschaftlich ist auf Nitratatmung umzuschalten.

2. Es muss dazu auch genügend Nitrat vorhanden sein.

3. Es muss eine Kohlenstoffquelle vorhanden sein. Das kann z.B. Kerzenwachs sein oder halt Wodka oder was auch immer. Irgendwas wo viel rauslösbares C drin ist.


Ja, sie funktionieren. Nein, es ist nicht erforderlich sie gesondert zu installieren. Um Wasserwechsel kommt man üblicherweise eh nicht rum und an der Stelle lässt sich das Nitrat viel einfacher und sicherer beseitigen.

Wenn man viel aus der Leitung bekommt besser Ionentauscher nutzen und dann wieder nach bedarf aufhärten. Die Nitratfilter als Filter beseitigen ja keine anderen Störstoffe.

aber ... sie sind mikrobiologisch interessant und eine schicke Aufgabe wenn man sich dafür interessiert. Der aquaristische Nutzen jedoch ist überschaubar.
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