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Blüten der Antimesswertehysterie - Druckversion

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- Ferrika - 06.08.2011

Moin Martin,

Wabenschilderwels schrieb:Man kann nur von erfolgreichen bzw. langjährigen Aquarianern lernen, das denke ich ist klar. Ob man aber deshalb, nur weil man WW mißt, noch ein Anfänger ist? Vielleicht interessiert man sich nur dafür, was sich denn da nun so in seinem Becken tut. Was dann hinein interpretiert wird, ist ja eine andere Sache. Du schriebst ja selber, das du dich eine Zeitlang mit der Wasserchemie auseinander gesetzt hast bzw. na dran warst. Was auch immer das heißen sollte. Warst du da auch noch Anfänger oder schon Fortgeschrittener, oder zähltest du dich da schon zu den Erfahrenen?

ich bin zwar nicht Olaf, aber ich kann Dir zu meinem Werdegang etwas berichten.

Klar habe ich mich zu Beginn auch mit den Wasserwerten auseinander gesetzt. Gemessen, mich verunsichern lassen... wieder gemessen... u.s.w. Das ging vor Allem bei den Schnecken und Krebsen so. Man bekommt ja immer wieder solche Auskünfte wie: für Apfelschnecken muss das Wasser hart sein, damit ihre Häuser nicht kaputt gehen... Krebse ziehen Härtebildner aus dem Wasser... etc.

Nachdem ich mit der Messerei irgendwann total verwirrt war (nimm drei verschiedene Tests zu dem gleichen Parameter und Du bekommst 5 verschiedene Ergebnisse), habe ich mich halt mehr auf meine Beobachtungsgabe verlassen. Und siehe da, mein weiches Wasser war weder für die Schnecken noch für die Krebse ein Problem, solange ich die Tiere richtig ernährte. Sie können nämlich durchaus benötigte Härtebildner aus der Nahrung ziehen, was viele Leute einfach nicht wissen. Hier sind wir wieder bei dem Punkt, daß etwas im Internet verbreitet wird, was einfach nicht stimmt (hartes Wasser ist ein Muß oder aber Sepiaschalen, Eierschalen etc.) und ungefiltert weiter gegeben wird. Tatsache ist: stelle ich den Wirbellosen genügend Lebend- bzw. Frostfutter zur Verfügung, bekommen sie keinerlei Probleme mit dem Aufbau ihres Panzers bzw. den Häusern.

Das Gleiche gilt für Nitrit/Nitrat/Phosphat. Ein erstes Indiz, daß etwas mit dem Nitrit nicht stimmt, ist, wenn sich z.B. Turmdeckelschnecken plötzlich Richtung Oberfläche bewegen. Oder die Fische, lange, bevor sie japsend an der Oberfläche hängen, beginnen, merkwürdig zu zucken, als ob es juckt, sprunghaft vorschiessen, das immer nur ganz sporadisch. Mit anderen Worten: ich kenne meine Fische und ihr normales Verhalten. Sehe ich, daß sie sich anders verhalten als sonst, ohne auffällige Krankheitsanzeichen zu zeigen, ist der Ablauf immer gleich. Schlauch raus, Wasserwechsel machen, nachsehen, ob irgendwo etwas Totes im Becken liegt, was einen Nitritanstieg verursacht. Ursachenforschung!

Nitrat/Phosphatanstieg führt bei Fischen zu Juckreiz, weil es die Schleimhaut aufweicht (so wie bei uns Badewasser nach langer Zeit die Haut schrumpelig macht). Maßnahme? Wasserwechsel!

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß, je mehr ich messe, umso mehr lege ich meinen Fokus auf die falschen Dinge. Wichtig für Aquarien ist, wie Olaf schon mehrfach betonte, der pH-Wert, evtl. die Leitfähigkeit (bei einigen Fischarten wie z.B. meine A. nesolepis) und die Temperatur (auch nicht bei allen, aber auch bei einigen Arten). Dazu eine ausreichende Hygiene, eine artgerechte Einrichtung und vernünftiges Futter. Dann spielen die Wasserwerte meist eine untergeordnete Rolle.

Selbst bei solchen empfindlichen Arten wie bei mir im Moment meine Sulawesi-Grundeln, bei denen ich sehr vorsichtig bin. Nachdem ich sie jetzt eine Weile in ihren angestammten Wasserwerten gehalten habe und mit Futter und "Entlausen" wieder fit gemacht habe, gewöhne ich sie langsam an mein Leitungswasser. Und, wie ich sehen kann, geht es ihnen damit gut.


- Parat - 06.08.2011

Hallo,

Wabenschilderwels schrieb:Hallo
Man kann nur von erfolgreichen bzw. langjährigen Aquarianern lernen, das denke ich ist klar. Ob man aber deshalb, nur weil man WW mißt, noch ein Anfänger ist? Vielleicht interessiert man sich nur dafür, was sich denn da nun so in seinem Becken tut. Was dann hinein interpretiert wird, ist ja eine andere Sache.

Nö, ich sehe nur imemr wieder die Annahme und nachfolgende Behauptung, dass gute Aquaristik nur mit Wasserwertemessungen möglich sei. Das wird ein erfahrener Aquarianer nur in Ausnahmefällen, eher gar nicht sagen.

Zitat: Du schriebst ja selber, das du dich eine Zeitlang mit der Wasserchemie auseinander gesetzt hast bzw. na dran warst. Was auch immer das heißen sollte. Warst du da auch noch Anfänger oder schon Fortgeschrittener, oder zähltest du dich da schon zu den Erfahrenen?
Das hatte seinen Ursprung im Mattenfilter. Also ich den seinerzeit (etwa 1997) im Internet publizierte, kamen jede Menge Fragen dazu auf. Um die zu beantworten musste ich mich eingehender damit befassen. Hinzu kam, dass mein aquaristischer Mitstreiter von Beruf her Chemiker war und so wurde es intensiver. Sehr intensiv sogar. Die Sache bekam eine Eigendynamik.
Der Witz war allerdings der, dass es aquaristisch nichts brachte. Andere machten Fische und unterhielten sich bei den Treffen darüber. Chemische Themen wurden auf das nötigste begrenzt und sehr kurz gehalten. Ich/wir standen am Rande. Heute weiß ich warum. (1)

Zitat: Nur weil jemand gewisse Thesen aufgestellt und darüber gesprochen/geschrieben wird, muß man ihn nicht gleich als Unbelehrbar und als Dummkopf hinstellen.
Warum nicht? - Thesen aufstellen sollte nur derjenige, der eine passende Aquaristik betreibt. Anderenfalls ist die Gefahr, dass Müll geschrieben wird, zu groß. Ein inzwischen promovierter Biologe (Walter Lechner) bezeichnete diese Sandkastenspiele mal passend als "Hirnwichserei".

Diese Trockenaquaristik als Ersatz für echte Aquaristik bringt es nicht. Das aäre so, als würdest Du eine echte Modellbahn durch diese virtuelle Modellbahn im Pc ersetzen, dann daraus fett Rückschlüsse auf die echte ziehen und Leuten, die seit vielen Jahren große und echte Modellbahnen betreiben, erzählen wollen was richtig und was falsch sein. Die würden Dich zu Recht hochkant rauswerfen.

Es zählt was Du gemacht hast, nicht was Du gedacht hast. Darum redet nicht über Aquaristik und Fische, macht sie!

Wer das nicht kann oder will sitzt halt weiter hin im Bus, ganz einfach.

Zitat:Es kommt mir teilweise so vor, das es bei dir nur einen Weg (Meinung) gibt und sonst keinen anderen. Bitte nicht verkehrt verstehen, ich lerne gerne was das betrifft. Aber vielleicht etwas (wie soll ich sagen) weniger "Aggressiv und Angriffslustig".
Lernen kannst Du aquaristisch nur über Praxis und Du wirst nie mehr wissen als das was Du praktisch gemacht hast.

(1) Ergänzung.

Mit Jo ist es auch so. Auch er steht am Rande und wird nicht ernstgenommen. Nur anstatt mal nachzudenken haut er nur noch stärker rein. Ok, soll er. Ist sein Ding. Man sollte nur für Gegenstimmen sorgen, damit nicht andere Neulinge auf seine Spur reinfallen. In meinen Augen bist auch Du das schon, zumindest auf den Glauben an die Wasserchemie. Auch Du bist dem Konrad-Lorenz-Effekt erlegen. Irgendwie bist Du zu Beginn Deiner Aquaristik über Wasserwerte gestolpert. Ein paar Leute oder Seiten haben Dir das eingeredet und nun glaubst Du daran wie die Gänse, die Konrad Lorenz für ihre Mutter hielten und blindlings hinterher liefen weil sie ihn als erstes nach dem Schlupf gesehen haben.
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Ferrika schrieb:Und siehe da, mein weiches Wasser war weder für die Schnecken noch für die Krebse ein Problem, solange ich die Tiere richtig ernährte. Sie können nämlich durchaus benötigte Härtebildner aus der Nahrung ziehen, was viele Leute einfach nicht wissen. Hier sind wir wieder bei dem Punkt, daß etwas im Internet verbreitet wird, was einfach nicht stimmt (hartes Wasser ist ein Muß oder aber Sepiaschalen, Eierschalen etc.) und ungefiltert weiter gegeben wird. Tatsache ist: stelle ich den Wirbellosen genügend Lebend- bzw. Frostfutter zur Verfügung, bekommen sie keinerlei Probleme mit dem Aufbau ihres Panzers bzw. den Häusern.

derzeit arbeite ich an Paedocypris und die schwimmen bei etwa 20-30 µS/cm und ph zwischen 4 und 5. Ich habe mir mit einem Blatt Schneckenlaich reingeholt.... die Viecher wachsen und vermehren sich darin. Langsam und richtig groß werden sie auch nicht, aber das geht durchaus.


- Wabenschilderwels - 06.08.2011

Hallo Jutta und Olaf
Ich danke euch für die weiteren Ausführungen.
@ Jutta: Also hast du auch den klassischen Start in der Aquaristik hingelegt und bist ab dem bestimmten Punkt X umgeschwenkt. Es folgte quasi die Erleuchtung zwink .
@ Olaf: Ich bemühe mich, dem zu folgen was du hier von dir gibst. Man könnte auch sagen, ich möchte von der hinteren Bank des Busses nach vorn kommen. Deshalb stellte ich (in deinen Augen vielleicht) dieses dämlichen Fragen, bzw. stellte ich die eine oder andere These auf, um für mich Klarheit zu bekommen. Ist nicht verwerflich, finde ich, und allgemeine Unklarheiten werden somit ausgeräumt. Danke auch dir, für die Erleuchtung meinerseits. Ich gehe dann mal Fische machen! cool


- Parat - 06.08.2011

Hallo,

Fragen sind ja auch ok, aber eben begleitend zur Praxis. Nur wenn man unvoreingenommen Deine Fragen liest, dann sehen sie eher wie Aussagen aus.

Nur mal ein paar typische Wortfolgen vom Holzweg:

"... ich glaube das..."
"... ich kann mir nicht vorstellen das..."
"... aber ich habe gelesen das ...."

Die haben alle etwas gemeinsam. Es sind keine Fragen und es wird etwas angezweifelt was jenseits des eigenen Praxishorizontes liegt, also das was Du als "These" bezeichnest.

Lass doch mal die Theserei und mache was. Dann ergeben sich auch sinnvolle Fragen die Dich weiterbringen und viele Fragen kommen gar nicht mehr. Sozusagen "erst machen, dann fragen".


- eumel6 - 07.08.2011

Parat,

Zitat:Mit Jo ist es auch so. Auch er steht am Rande und wird nicht ernstgenommen. Nur anstatt mal nachzudenken haut er nur noch stärker rein. Ok, soll er. Ist sein Ding. Man sollte nur für Gegenstimmen sorgen, damit nicht andere Neulinge auf seine Spur reinfallen.
Nichts Neues. Wenn du nicht weiter kommst, dann diffamierst du.
Dann kommt die Angeberei
Zitat:derzeit arbeite ich an Paedocypris und die schwimmen bei etwa 20-30 µS/cm und ph zwischen 4 und 5. Ich habe mir mit einem Blatt Schneckenlaich reingeholt.... die Viecher wachsen und vermehren sich darin. Langsam und richtig groß werden sie auch nicht, aber das geht durchaus.
und hier kommt die Vorbereitung den anderen mit Fäkalien zu begießen
Zitat:. Ein inzwischen promovierter Biologe (Walter Lechner) bezeichnete diese Sandkastenspiele mal passend als "Hirnwichserei".



- Parat - 07.08.2011

eumel6 schrieb:Parat,
Nichts Neues. Wenn du nicht weiter kommst, dann diffamierst du.

Was heißt ich nicht weiterkommen. Du haust doch wirre Behauptungen in die Welt, bist aber nicht ansatzweise in der Lage die aus eigener Aquaristik zu untermauern.
Die Tatsache, dass die Aquarianer auch mit vielen und heißen Fischen zurecht kommen ohne groß artig zu messen ignorierst Du penetrant.

Zitat:Dann kommt die Angeberei

Nö, nur die Praxis. Das Du alles was andere mehr machen als Du als Angeberei bezeichnest, ist weithin bekannt. Zündet leider nicht.

Zitat:und hier kommt die Vorbereitung den anderen mit Fäkalien zu begießen

Also wieder ein typisches Posting von Dir. Viel Rauch und Beißerei, von praktischer Aquaristik hingegen ist aber weithin nichts zu sehen.

Du solltest echt mal Aquarien betreiben. Das würde Dir sicher viel bringen.


- eumel6 - 09.08.2011

Hallo parat,

Und du solltest mal über deine Arroganz nachdenken und deine Unterstellungen lassen.


- Parat - 09.08.2011

Spruch von Klaus Kinski


- Casa Carota - 09.08.2011

Hallo Emmel,

ich habe mal eben die Galerie durchsucht und fand sieben Fotos, die du hochgeladen hast. Alles Algen. Kein Fisch, kein Aquarium.

Bisher ist es mir noch nicht aufgefallen, aber ich glaube, Parat irrt nicht, wenn er davon ausgeht, dass du gar keine AQs hast.
Mir ist auch kein Beitrag von dir im Kopf, wo es um Fische geht. Du hast soweit ich mich erinnere, nur über Algen geschrieben.

Nun mal Butter bei die Fische.
Hast du jemals ein Aquarium mit Pflanzen und Fischen besessen und gepflegt? Das würde mich jetzt echt mal interessieren.
Vielleicht berichtest du mal von deinen eigenen Erfahrungen und postest sie hier.
Ansonsten kommt für mich langsam auch alles rüber wie pure Theorie.

Und ansonsten möchte ich hier mal anmerken, dass Parat hier überhaupt nicht arrogant auf mich wirkt sondern eher erfahren top


- ikor - 09.08.2011

Hallo,

Ich denke mal diesen Thread kann man schliessen, kommt eh nix mehr bei raus und den Rest können die Beiden ja per PN klären......